Samhain: Kraft des Loslassens

Samhain, Halloween, Bedeutung, RitualeDiese ersten Tage des Sternzeichens Skorpion sind ganz besondere Tage. Ihnen wohnt die Kraft von Samhain inne, was vielerorts auch als Halloween gefeiert wird. Was ist eigentlich die Bedeutung von Halloween?

Die Bedeutung von Halloween/ Samhain

Wer jetzt in den Wald geht, spürt: Es ist die Zeit des Loslassens. Nirgends und nie ist Loslassen so auf der Tagesordnung wie zu Halloween, oder schöner Samhain. Nachdem die Früchte gereift und von den Büschen und Bäumen gepflückt oder gefallen sind, beginnen jetzt auch die Bäume, sich zurückzuziehen und die Kraft zu sammeln. Sie lassen los. Das, was sie während des Jahres gesammelt haben, wird abgeworfen mit den Blättern. Ein wertvoller Prozess, denn nur wenn Altes fällt, kann Neues erwachsen. Die Blätter vergehen und werden zu wertvollem Kompost und fruchtbaren Boden für die Saat. Alles zieht sich zurück, kehrt ins Innere und Wesentliche zurück. Doch das Loslassen in der Natur geschieht nicht still und klammheimlich. Nicht in Trauer und Tränen, sondern mit einem farbenfrohen Fest. Es scheint, als ziehe der Wald noch mal sein schönstes Kleid an für dieses Fest, um dann in seine Winterpause zu gehen. Alles scheint noch einmal aufzuleuchten.Samhain, Halloween, Bedeutung, Rituale

Samhain – das Fest der Toten

Es ist eine besondere Nacht, die nicht nur in Europa, sondern auch in Südamerika und anderen Kulturkreisen gefeiert wird: Die Nacht auf den 1. November gilt als Nacht der Toten. Die Schleier zwischen den Welten sind dünn, wer chaneln kann, hat nun gute Chancen, Kontakt mit den Ahnen oder verstorbenen Liebsten aufzunehmen. Es ist ein Fest, um die Toten zu ehren – in erster Linie. Doch hinter diesem Aspekt steckt viel mehr.

In der Hexenwelt ist Samhain der Silvesterabend und Hexen feiern nun den Beginn des Neuen Jahres. Das macht auch viel mehr Sinn als zu Silvester, was ja mitten im Winter gefeiert wird. Hexen feiern es mit Ritualen, tanzen ums Feuer, nichtumsonst liegt Samhain im Jahreskreis direkt gegenüber des Beltane-/Walpurgisfestes und ist sein Gegenstück.Samhain, Halloween, Bedeutung, Rituale

Qualität von Samhain

Loslassen – das ist die Qualität dieses Festes. Und zwar dankbar loslassen. Nicht in Zorn, nicht in Trauer. Sondern einfach das gehen zu lassen, was gehen möchte und in der Winterzeit sein Herz bereinigen, für das Neue, was dann im Frühling einziehen darf. Es ist die Zeit, nocheinmal für alles zu danken, was uns passiert ist. Denn alles ist ein Geschenk. Auch wenn es sich nicht gleich als solches offenbart. Eines der wichtigsten Büchlein meines Lebens ist die Geistesschulung in acht Versen. Vers Nummer 6 passt gut zu diesem Thema: „Wenn jemand, dem ich mit großer Hoffnung geholfen habe, mich ganz ohne Grund verletzt, will ich lernen, diesen Menschen wie einen edlen geistigen Lehrer zu sehen.“ Wohl eine der schwersten Aufgaben im Leben. Doch oftmals braucht es Arschlochengel, um Dinge zu begreifen und so erschüttert zu sein, dass man seine tiefsten Wunden spüren kann. Nur wer das spürt, kann das auch heilen. Diesen Arschlochengeln zu danken ist ebenso ein schöner Plan zu Samhain, wie sich selbst zu vergeben, für all die vermeintlichen Fehler, die man begangen hat.Samhain, Halloween, Bedeutung, Rituale

Tag der Ahnen

Wichtig aber ist, sich an diesen Tagen an die Ahnen zu erinnern. Ob Fotos rausgekramt werden und mit einer Kerze angeleuchtet oder im Garten Essen hingestellt wird – die Möglichkeiten sind reich, sich an seine Ahnen zu wenden. Ich finde es wichtig, sich auf das zu besinnen, was uns die Ahnen hinterlassen haben. Vor allem die Ahnen, mit denen wir nicht so im Reinen sind. Sie sind es möglicherweise, die uns große Geschenke machen, dazu aber müssen wir den Blickwinkel womöglich etwas ändern.Samhain, Halloween, Bedeutung, Rituale

Loslassen

Loslassen ist wohl eine der wichtigsten Qualitäten in unserem Leben. Und eine, die, so scheint es, sehr in Vergessenheit geraten ist. Wir stopfen uns voll mit Materiellem, erschaffen Gesetze und Richtlinien für unsere Beziehunge, beschützen helikoptermäßig unsere Kinder und wundern uns, dass wir uns nicht mehr frei fühlen. Es ist das Vertrauen, das in der größten Dunkelheit wiedergefunden wird. Das Vertrauen in das Leben und in sich selbst. So gestärkt in das Neue Jahr und den Frühling zu gehen, ist ein wunderbarer Ansatz, der mich schon auf die Zeit der Dunkelheit freuen lässt. Und dann kommen die so weisen Worte meines Lieblingstheologen zum Tragen, Meister Eckhart sagt: “

„Und plötzlich weisst du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“

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