Frauenmantel: Heilkraut mit Feentropfen

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Frauenmantel fasziniert mich immer wieder im Garten – diese kleinen Taureste, die man oftmals bis zum Mittag darauf finden kann, erinnern mich immer an Feen. Tatsächlich ist er etwas feenähnlich, denn die Pflanze stellt den Wassertropfen in der Blattmitte selbst her. Am Weißensee hat mir mal eine Kräuterfrau gesagt, dass die Tropfen magisch seinen und die Haut strahlend und frisch zaubern. Ich habe das ausprobiert und gemerkt, dass sich das Wasser tatsächlich anders anfühlt als andere Tautropfen. Also irgend ein Zauber wird dem schon innewohnen.

Neben diesen Aspekten ist der Frauenmantel aber auch aufgrund seiner Heilwirkung sehr gefragt – vor allem bei uns Frauen natürlich. Denn er wirkt stark auf alles, was mit der Gebährmutter und den Hormonen zu tun hat. Nach der Geburt ist er ebenso wichtig, weil er adstringierend, also zusammenziehend, wirkt, bei schmerzhafter Periodenblutung kann er Linderung bringen ebenso wie bei Wechseljahresbeschwerden. Denn er enthält ein Pflanzenhormon, das dem Progesteron sehr ähnelt. Frauenmantel bringt die Muttermilch zum Fließen und wirkt entkrampfend.

Nicht nur für Frauen

Aber nicht nur Frauen können zu dieser Naturapotheke greifen, sondern auch Männer und Kinder, denn Frauenmantel hilft bei Erkältungen, Fieber, Durchfall, eitrigen Wunden und Entzündungen. Er stärkt die Bänder und das Gewebe und soll auch das Blut dünnflüssiger machen. Deswegen ist er bei Einnahme von Blutverdünnern evtl. kontraindiziert. Kleine Wunden hingegen kann der frischgepresste Blätterbrei lindern. Es gibt also viele Wege, den Frauenmantel einzusetzen. Paracelsus meinte sogar, dass es keine Krankheit geben, die die Pflanze nicht mit ihrer Heilwirkung zu lindern vermag. Vielleicht liegt es daran, dass die Blätter fast wie die Lotosblumen die Tropfen perlen ließen – eine Eigenschaft, die immer wieder für Erstaunen sorgt.

Das Heilkraut Frauenmantel entfält sehr viele Gerb- und Bitterstoffe und ist im Salat nur etwas für „Könner“, die diese Geschmacksrichtung lieben. Traditonell wird er als Tee verabreicht.

Aber auch im Garten kann er gute Dienste leisten, seine Blätter beschleunigen die Verrottung auf dem Kompost. Steht er neben Pflanzen, macht er diese widerstandfähiger und verstärkt ihre Wirkung, etwa den Duft.

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In diesem Video sehr Ihr eine Kräuterwanderung.

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