März-Mond

Der März, der dritte Monat des Jahres ist da. Welche Energie bringt er uns? Wozu lädt er uns ein?

In der Erde schlummern die Samen des letzten Jahres und vor allem Knollen und Zwiebeln. Zwiebeln sind es, deren erste Blüten sich nun zeigen und deren kraftvolle Triebe das Begrünen der Natur einleiten. Doch bevor sich der Kern zeigt, musst du die Schale sprengen. das sagte so ähnlich schon Meister Eckhart. Aber das fällt verdammt schwer nach der Zeit des Rückzugs im Winter. Während der Winter uns aufforderte, uns ganz in uns zurückzuziehen und uns auf uns zu besinnen, quasi eine innere Bestandsaufnahme zu machen, ist es nun Zeit für das Neue. Das, was du im Winter in den Tiefen deiner Tiefen gefunden hast, möchte nun nicht mehr länger nur ein kleiner Samen sein. Es möchte hinaus in die Welt und selbst Früchte tragen. Oftmals ist es nur ein kleiner Impuls, den wir spüren oder ein sanfter Hinweis, dass es sich richtig anfühlt. Das ist unser Samen, unsere Knolle, die nun im März in Bewegung kommt. Die tiefste Stimme ist oftmals leise und zart, ganz fein und in Gefahr, vom Wind oder dem lauten Dauergeplapper des Verstandes oder unserer Moralvorstellungen, unseres Pflichtgefühls, unserer Alltagsstrukturen überhört zu werden. Sicher ist es angenehm, wenn man sich im Leben eingerichtet hat, sich sicher fühlt und wohlig. Aber es ist nicht das Leben. Das Leben ist Veränderung und das zeigt uns kein Monat so deutlich wie der März, dessen Zahl drei übrigens für Vollständigkeit steht. Es gibt viele Trinitäten, wie etwa Glaube, Liebe, Hoffnung.

Wer in die Natur schaut, wird sehen: Auch die kleinsten Samen schaffen es und bekommen einen Wachstumsschub. Wie klein sind etwa Mohnsamen, eigentlich ein Wunder, dass sie es in die Erde schaffen und es schaffen sich zu behaupten.

Es ist wie draußen in der Natur: Im Winter waren alle damit beschäftigt, sich zurück zu ziehen und oftmals auch nur im Überlebensmodus. Wer sich Zeit genommen hat, hat vielleicht den inneren Stimmen lauschen können, die so leise flüstern. Ihre Botschaft gilt es nun zu leben. Und dafür braucht man vor allem zwei Dinge: Mut und Kraft.

Den Mut, die eigene Schale aufzubrechen, machen uns die ersten Küken vor, die sich aus dem Ei mittels ihres Eizahns lösen und einen Schritt in eine völlig neue Welt gehen. Schutzlos, ohne zu wissen, was kommt, gehen sie in das Andere, Neue,. einfach, weil es ihr Weg ist und sein muss. Ein Zurück gibt es nicht, das Neue fordert auf hineinzuwachsen. Ähnlich geht es den Knollen und Zwiebeln im Boden. Die müssen ihren geschützen Raum verlassen um an die Sonne zu kommen. Dem Licht entgegen. Genau das ist unser Weg. Dem Licht entgegen, raus aus der Dunkelheit. Raus aus Starrsinn des Winters. Raus aus Erstarrungen.

Das kostet Kraft. Immens viel Kraft. Wer eine Geburt erlebt hat, weiß, wie erschöpfend das ist. Aber nichts Anderes passiert nun: Das Neue möchte geboren werden. Vor allem möchte es gefühlt und angenommen werden.

Wachstum ist nicht immer leicht. Oftmals bringt Wachstum große Schmerzen mit sich. Vor allem, weil Wachstum immer große Umbrüche mit sich bringt. Aber genau das ist jetzt die Energie der Zeit: Es ist die Zeit des Umbruchs. Was nicht mehr zu dir gehört, wirst du nicht mehr lange halten können. Lügen fliegen auf. Das, was nur noch aus Rigidität und Pflichgefühl oder Angst zusammengehalten wurde, wird nun erkannt und trennt sich. Und das ist das Herausfordernde an dieser Zeit: Lügen fliegen auf. Mauscheleien. Systeme, die überaltet sind, zeigen sich in ihrer ganzen Unbrauchbarkeit und zeigen sich von ihrer bremsenden Seite. Etwas, was sich sehr schön an der Politik sehen lässt. Immer mehr Menschen wollen Wahrhaftigkeit und lassen sich nicht mehr täuschen oder von dem Ansehen nur einer Seite der Medaille verängstigen. Es ist Zeit, zu sich zu stehen.

Wenn es uns ein Monat zeigt, dass wir so nicht weitermachen können, dann er der März. Und er zeigt auch, wie leicht es gehen kann: Draußen tanzt, duftet und blüht alles – welch Sinnbild dafür, dass es sich lohnt, alte Strukturen zu verlassen und dem eigenen Wachstum zu vertrauen, das uns selbst ins Blühen bringt. Fröhlich, ausgelassen, voller Vertrauen.

Es ist die Zeit, sich dem anzuschließen. Viel Zeit draußen in der Sonne zu verbringen und damit die eigenen Wachstumskräfte anzukurbeln. Licht in das eigene Dunkel zu lassen. Und sich dem zu stellen, auch wenn es mal Kater und Schmerzen in uns verursacht. Wachstum und Wahrhaftigkeit sind die einzigen Wege, auf denen es weiter geht.

Im März lassen sich gut Dinge aussäen, denen man eine eigene Bedeutung gibt. Wer Samen in die Erde gibt, kann sich dabei vielleicht auch überlegen, was er selbst aussäen möchte im Leben und womit er es gießen und düngen möchte.

Am 21. März ist Frühlingsanfang und Tag-und Nachtgleiche. Zeit für ein Feuer und Rituale.

Es ist Zeit für gute Wünsche.

Naturgeister tanzen nun überall. Und wer fühlig ist und sehen kann, kann sogar Einhörner über die Wiesen tanzen sehen. Also los, raus. Lausche dem Specht, der beharrlich Löcher in die Rinden klopft und überlege dir, wo du Dinge aufbrechen musst, um wieder atmen zu können.

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Kategorie Monatsenergie

Das bin ich: Schamane und Heiler sind große Worte für Qualitäten, die jeder in sich trägt. Keines davon erscheint mir ein passender Begriff oder gar ein passendes Bild, denn eigentlich ist der Gedanke vermessen, dass man andere heilen kann. Was ich aber kann, ist dir Raum geben für deine Themen, dir passende Fragen stellen und Prozesse in Gang bringen. Das ist, was ich tue, egal, ob ich als Buchautorin, Kräuterfrau oder Tierheilpraktikerin arbeite oder einfach nur mit dir einen Tee trinke. Mehr über mich findet Ihr auf auf meinem Reiseblog www.indigo-blau.de

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