Silvesterwünsche

Das Alte geht, das Neue kommt. Zeit der Wünsche. Ich wünsche mir mehr Wohlwollen in 2021. Dass wir uns mehr auf das besinnen können, was uns verbindet, anstatt auf das, was uns trennt. Dass wir die Schönheit und Perfektion im Anderen sehen können, anstatt seine Fehler zu bemängeln und seine Häßlichkeiten zu betonen.

Ich wünsche mir, dass sich Mitgefühl untereinander ausbreitet wie ein Lauffeuer. Dass wir im Verständnis füreinander bleiben können, anstatt in der Anklage. Dass wir stets unsere Fehlbarkeit prüfen, bevor wir den anderen für seine verurteilen. Jeder Mensch hat seine Gründe für sein Handeln, hinter sonnigen Fassaden können sich große Trauer und Schmerz verbergen. Niemand kann das Handeln anderer bewerten, niemand hat das Recht, andere zu be- oder gar verurteilen, es sei denn, er oder sie ist frei von Fehlern.

Ich wünsche mir mehr Verständnis untereinander, dass wir einander alle einander Lehrer sind und Ungelöstes, Nichtverarbeitetes, Tieftraumatisches heilen dürfen. Jetzt ist die Zeit dafür. Nicht immer wird es leicht. Oft verschwindet Schmerz nur mittels Schmerz. Herzöffnung findet manchmal in der Liebe statt, leider aber noch tiefer in der Trauer und großer Verletztheit. Nur wer gelitten hat, weiß, was andere fühlen. Manchmal braucht es Arschlochengel, um Verhärtungen und Arroganzen zu lösen. Um tief ins eigene Herz und Fühlen zu finden.

In Trauer ist das Herz offen und verwundbar. Dort wächst das Mitgefühl und Verständnis für das Handeln anderer. Auch das ist ein Aspekt des Lebens in dieser Welt. Ich wünsche mir, das Erkennen, auch dieses als Geschenk anzunehmen und mehr Bewusstheit dafür.

Ich wünsche mir, dass Familien und Freunde einander wohlgesonnen bleiben und sich in ihrer Schönheit sehen können, auch wenn die Wege auseinander führen. Selbst wenn Meinungen anders sind. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, auch wenn es momentan mehr und mehr danach aussieht. Wo sind die Farben geblieben? Ich wünsche mir, dass jeder Mensch wieder in seiner ihm eigenen Farbe malen darf in das große, schöne Bild dieser Welt. Ich wünsche mir weniger Polarisierung und Trennung, sondern mehr Zusammenhalt untereinander und die Bereitschaft, sich in der Verschiedenheit anzuerkennen und wahrzunehmen. Ich wünsche mir, dass die Menschen den Fokus nicht auf das Schlimme, auf Verschwörungen richten und damit genau dem, was sie beklagen, Energie geben, indem sie Schrecken weiter verbreiten. Ich wünsche mir stattdessen eine Welle der Liebe und Zuversicht. Nennt einander nicht Schlafschafe oder sonstwie, sondern reicht euch die Hand, steht solidarisch und miteinander ein für das, was zu verändern gilt. Achtet darauf, dass ihr Liebe verbreitet, anstatt Anklage und Zorn, Ich wünsche mir, dass wir anstatt zu meckern lieber lichtvolle Akzente in die Welt setzen.

Ich wünsche mir, dass sich Verhärtungen und Politisches sich nicht mehr wie tiefe Gräben durch Familien und Freundschaften ziehen, sondern dass sich Brücken aus Toleranz und Mitgefühl darüber bauen.

Ich wünsche mir, dass das Neue Jahr eines wird mit erhöhtem Bewusstsein, mit Respekt und Toleranz füreinander. Dass das Neue Jahr Erkenntnisse bringt, dass jeder von uns ein wichtiges Puzzlestück für diese Welt ist. Jede und jeder. Ohne Ausnahme.

Ich wünsche mir, dass sich Kraft zum Neugestalten, für neue Wege und Umgestaltung des Alten findet. Wir haben es bitter nötig, aus dieser Höher-Schneller-Weiter-Mentalität herauszutreten und ganz tief in unser eigenes Herz zu gehen. Ein Silvester wie dieses, ohne stinkende, erschreckende Knaller, bietet endlich die Chance, nicht mehr wie sonst, scheinheilig Altes zu verabschieden und dann doch so weiterzumachen, wie immer, sondern es bietet eine wahre Chance zum Neuanfang. Und die zeigt sich schon beim Feiern an sich.

Ich wünsche mir, dass wir einander wieder sehen können und uns auf uns besinnen. Zeit zum Zuhören finden. Und vor allem Zeit für Nähe. Für Umarmungen. Für Menschlichkeit. Dass wir in Kontakt treten und bleiben miteinander, ohne Abstand wahren zu müssen, sondern uns wieder nahe kommen dürfen. Ich wünsche mir Fröhlichkeit, Ausgelassenheit. Und feiern. Das Leben an sich feiern. Dass wir wieder frei sein, uns Flügel wachsen und wir die Welt entdecken und später umarmen. Weil aus Weltentdeckungen immer die Liebe für diesen Planeten erwächst, für das große Ganze anstatt die kleine Heimatparzelle vor Fremden beschützen zu wollen. Dass wir uns auf Reisen und Entdeckungen in diese Welt verlieben. Dass wir uns in unser eigenes Leben verlieben.

Ich wünsche mir, dass wir Großzügigkeit leben. Dass die, die viel haben, abgeben können an die, die nichts haben. Dass diese Ungerechtigkeiten aufhören, andere Völker, andere Länder auszunutzen und unseren merkwürdigen Reichtum aus Dingen, die kein Mensch braucht, darauf aufzubauen. Ich wünsche mir echte Partnerschaft auf dieser Welt, alle Grenzen übergreifend, ein Anerkennen, dass niemand mehr verdient hat oder besser ist. Es haben alle verdient, gut versorgt zu sein.

Ich wünsche mir, dass wir Toleranz finden. Uns Zeit nehmen, Perspektiven anderer anzuhören, ohne vorschnell zu urteilen. Dass wir nicht nur lähmend und ermüdend dozieren und unseren Standpunkt in die Welt tragen, sondern offen sind für die Impulse der Andersdenkenden. Sie sacken lassen, in uns einwirken und ihnen die Chance geben, uns zu erweichen, uns zu verändern.

Ich wünsche mir weniger Angst und Kontrolle. Ich wünsche mir Vertrauen ineinander, in den Weg, den wir gehen, Vertrauen in die Welt. Vertrauen statt Kontrolle, übergriffigen Ratschlägen oder Reglementierungen. Dass wir einander nicht mehr die Freiheit nehmen müssen, ob in der Ehe, unseren Kindern oder wo immer. Ich wünsche mir eine Welt, in der jeder von selbst seine Freiheit einschränkt, wenn die des Gegenübers gefährdet ist, damit nicht Gesetze oder Politiker dieses tun müssen.

Ich wünsche mir, dass wir die Chance nutzen, eine Zeit anbrechen zu lassen, um das Leid der Tiere zu beenden. Dass wir Tiere nicht mehr als Rohstofflieferanten sehen, sondern als Partner und Zauberwesen, die es zu ehren gilt.

Ich wünsche mir Offenheit. Ehrlichkeit, gegenüber anderen, mehr noch gegenüber uns selbst.

Ich wünsche mir, dass wir einander heilen können, mit Gesprächen, mit Bildern, Texten, Musik oder Berührungen.

Ich wünsche mir, dass die Liebe siegt.

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Kategorie Schamanismus

Das bin ich: Schamane und Heiler sind große Worte für Qualitäten, die jeder in sich trägt. Keines davon erscheint mir ein passender Begriff oder gar ein passendes Bild, denn eigentlich ist der Gedanke vermessen, dass man andere heilen kann. Was ich aber kann, ist dir Raum geben für deine Themen, dir passende Fragen stellen und Prozesse in Gang bringen. Das ist, was ich tue, egal, ob ich als Buchautorin, Kräuterfrau oder Tierheilpraktikerin arbeite oder einfach nur mit dir einen Tee trinke. Mehr über mich findet Ihr auf auf meinem Reiseblog www.indigo-blau.de

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2 Comments
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Petra
Petra
2 Monate zuvor

Das sind ganz besonders ausdrucksstarke Wünsche, Liebe Andrea, wunderbar in Worte gefasst. Ich schließe mich gerne an.
Alles Liebe und Gute für ein wirklich zauberhaftes Neues Jahr.
Danke Andrea.

Kerstin
Kerstin
2 Monate zuvor

… ich möchte dich gerne kennenlernen,
wenn die Zeit gekommen ist, dass wir uns begegnen.
♥️ Kerstin