Da, wo es am meisten wehtut

die eigenen Schatten, Inneres Licht, Da, wo es am meisten wehtutDiese dunklen Tage bringen derzeit vieles ans Licht. Jetzt, wo die Sonne im Außen fehlt, fehlen auch Stärke und Halt. Und es ist schwer, die Sonne im Inneren zu finden. Die Tage sind kurz und dunkel und manchmal reicht nur ein kleiner Trigger und wir expoldieren, brechen in Tränen aus oder fühlen uns, als würde die Welt um uns herum untergehen.

Dunkelste Schatten

Es ist die Zeit, in der uns unsere dunkelsten Schatten begegnen. Und das tut weh. Aber Dunkelheit muss sein – und es ist alles nur eine Frage, wie man dem begegnet. Deswegen möchte ich Euch ein wenig Mut machen, auch im Dunkeln herumzulaufen. Denn da findet persönliche Entwicklung statt.

Schmerz liegt neben Heilung

Es gibt Situationen, da möchte man am liebsten weglaufen, flüchten, weil sie so wehtun, weil sie uns möglicherweise so an etwas erinnern, was wir schon einmal erlebt haben und nie wieder erleben wollten. Das haben wir doch so gut irgendwo abgespeichert, möglicherweise verdrängt, die Zeit hat manche Wunden geheilt, aber eben nicht alle. Und wenn dann etwas Ähnliches passiert, gehen wir in Deckung, schotten uns ab. Das ist der falsche Weg. Denn da, wo es am meisten wehtut, ist auch die Chance am größten, Grundlegendes zu heilen. Wenn wir uns immer wegducken, wird uns das Leben so lange in solche Situationen bringen, das zu heilen. Und diese Situationen werden immer drastischer. deswegen ist es gut, auch mal in der Situation zu bleiben und weiterzumachen – auch wenn es wehtut. Genau, dort, wo es am meisten wehtut, wo wir den tiefen Schmerz spüren, genau dort sitzt auch die Gegenmaßnahme, die Heilung dafür.

Nicht alles anschauen und nochmal durchkauen

Nein, wir müssen nicht alle schrecklichen Situationen von „damals“ anschauen. Aber wir sollten eben auch nicht weglaufen oder versuchen, schnell aus der Situation zu kommen. Sondern vielleicht mal drin bleiben und schauen, wie die Dinge sich entwickeln. Zuschauen, wie sich Dinge auch auflösen und immer beobachten, was das mit uns macht. Wer in den Beobachterstatus wechseln kann, der kann sich selbst nun fragen: In welchen Situationen bekomme ich einen Kloß im Hals? Wo tut es mir am meisten weh? Wo verliere ich das Vertrauen? Denn hier liegt der Schlüssel: Das Vertrauen darin, dass es weitergeht. Dass wir es schaffen, aus uns selbst heraus. Wir müssen vor nichts weglaufen, vor nichts Angst haben, wir müssen nichts meiden. Das. was uns am meisten Angst macht, kommt sowieso in unser Leben irgendwann. Und wenn wir dann aus dieser Situation herauskommen – dieses Gefühl ist einzigartig, denn daraus bekommen wir wieder eigene Stärke. Und Vertrauen, dass wir das durchstehen, so schlimm es auch sein mag.

4 Comments
    • Andrea_Lammert
    • Andrea_Lammert

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.