Heilkraut Erdbeerblätter: Blutreinigend und wohlschmeckend

Die Erdbeerpflanzen haben jetzt jede Menge Ableger produziert, viel zu viele Ausläufer, um alle neu einzupflanzen. Deswegen: Am besten die Blätter trocknen und Tee daraus machen, denn Erdbeerblätter sind magisch und heilwirksam.

Erdbeerblätter, Heilwirkung, Tee aus Erdbeerblättern, Erdbeerblätter im AugustDie Erdbeerzeit ist ja leider schon vorbei – diese schönen roten Früchte sind Venus-Boten, denn mit ihrer roten Herzform stehen sie symbolisch für die (erotische) Liebe. Und davon steckt auch immer etwas in der Pflanze. Die meisten Wirkstoffe finden sich natürlich in den Walderdbeerblättern, doch auch Gartenerdbeeren gehen. Sie enthalten Gerbstoffe, Sallcylsäure und Flavonoide. Deswegen hatten sie auch immer einen festen Platz in der Hausapotheke als Mittel zur Blutreinigung. Aber auch bei Durchfällen sowie bei Erkrankungen im Mund- und Rachenraum wurden Erdbeerblätter gerne als Tee verabreicht. Sie unterstützen die Arbeit unserer großen Drüsen und helfen uns, giftige Stoffe aus dem Körper auszuscheiden. Sie wirken auf Niere und verstärken die Blasentätigkeit, wirken sich positiv auf die Galle aus und beruhigen eine kranke Leber.

Absud für Haut und Hals

Ein stark durchgezogener Absud aus den Blättern und Wurzeln ist ein gerbstoffreiches Gurgelmittel und wird bei Halsschmerzen eingesetzt, aber auch bei offenen Wunden und Geschwüren ist er wirksam. Zudem wird Erdbeerblättertee auch als Gesichtswasser bei Akne verwendet.

Erdbeerblätter eignen sich zudem prima als „Füllstoff“ für Kräutertees, ihnen wird ein schwarzteeähnlicher Geschmack nachgesagt. Das finde ich weniger, aber sie schmecken lieblicher und insgesamt weniger „krautig“ als Wald- und Wiesenkräuter, die man in Teemischungen gibt.

Jetzt Erdbeerblätter sammeln und trocknen

Ich sammele deswegen jetzt die frischen, hellgrünen Blätter der jungen Ableger und trockne sie. Zum Trocknen habe ich mir ein einfaches Patent gebaut: Alte Mandarinenkisten, mit Papier ausgelegt. Sie lassen sich prima übereinander stapeln und sind gut luftdurchzogen, die Kräuter aber lagern schattig. Man kann auch die Wurzeln trocken, sie haben natürlich noch mal eine konzentrierte Wirkung, da in ihnen die geballte Pflanzenkraft steckt. Sammeln könnte man natürlich auch die Blüten – aber wer will das schon, dann gibt es ja wenige Wochen später weniger Erdbeeren als Ernte.

Eine Übersicht über meine Heilkräuter-Postings findet Ihr hier.

 

10 Kommentare

  1. Iris haase

    Beste Teegrundlage in kombination mit himbeer- und brombeerblättern. So lecker und überall reichlich vorhanden.

  2. Christine Heilig

    Hallo, habe Ihre Beiträge gelesen und auch schon im Internet gestöbert ob man wilde Erdbeerblätter verwenden kann. Wenn ich es richrig verstanden habe ja. Wie ist die richrige Zubereitung?

  3. Marlies Richter

    Danke dafür das du diese Seite aufbaust , freue mich auf mehr . Bin Heilpraktikerin arbeite aber nur für Bekannte und Verwandte . Arbeite viel mit Kräutern und gärtnere biologisch .

    • Andrea Lammert

      Liebe Marlies,
      danke für deine Rückmeldung. Es macht ja auch viel Spaß, so ein Projekt durchzuziehen – vor allem, wenn es so tolle Rückmeldungen gibt. Danke dafür!
      Liebe Grüße
      Andrea

    • Andrea Lammert

      So allgemein würde ich nie Tipps geben, das kommt ja immer auf die spezielle Situation an. Aber ich kann ja mal dazu was schreiben. Ansonsten frag mich das mal per Mail.
      Liebe Grüße
      Andrea

  4. Veronika Draijer

    An solchen Informationen bin ich immer interessiert. Ich schau immer was auf unserem Hof und Umgebung alles wächst und sammeln es dann für Salat und Tee. Finde das gut, was du machst und freue mich auf mehr. Ich selbst beschäftige mich mit Naturwesen und Geomantie

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