Januar-Mond

Der Januar wird auch Wolfsmond genannt. Welche Energien aber sind typisch für den Januar und wie können wir diese für uns nutzen?

Energien im Januar

Der einsame Wolf, der durch die Landschaft zieht, hier und da Witterung aufnimmt und seinen Weg sucht – das ist ein schönes und zugleich passendes Zeichen für den Januar. Der Name Wolfsmond für den Januar entstammt aber auch den Tagen, als die hungrigen Wölfe noch durch die Wälder gestreift sind und oftmals in der Nähe der Siedlungen geheult haben. Der Januarmond aber heißt auch Eismond, weil der Monat die Qualitäten des Frostes und Winters mit sich bringt. Es ist der erste Mondzyklus des Jahres und das bringt etwas Besonderes.

Es ist Zeit, das Alte zu entlassen und das Neue zu begrüßen – das ist wohl die Kernbotschaft des Januar. Vor allem die ersten Tage des Monats sind eine Zeit, die traditionell der Einsamkeit gewidmet ist. Man ging hinaus in die Natur und orakelte. Suchte nach Zeichen, wie das neue Jahr wohl werden würde. Vielleicht fand man Steine, vielleicht Federn, vielleicht aber auch Zerstörung oder besondere Tiere. Alles hatte einst für den Suchenden eine Bedeutung. Denn die Schleier zur geistigen Welt sind in diesen Tagen besonders dünn und ihre Botschaften lassen sich gut wahrnehmen. Seien es die Ahnen, die vielleicht in Form von Vögeln oder anderen Wesen Botschaften trällern, seien es die Elfen und andere Elementare, die durch Gärten und Wälder stapfen oder sei es die eigene Innere Stimme, all das lässt sich in diesem Monat besonders gut wahrnehmen.

Feuer und Eis - Kerze im Schnee
Feuer und Eis

Orakel in der Natur

Der Grund liegt in dem Winterwunder. Auch wenn manchen Menschen der Winter ungemach sein mag, ist er doch notwendig. Er zwingt ins zur Ruhe, unser vom Sommer und den langen Tagen hochgefahrenes System zu beruhigen und nicht nur im Außen zu schauen, sondern Bestandsaufnahme zu machen. So wie früher in den Geschäften traditionell zum Jahresbeginn eine Inventur gemacht wurde, ist es nun Zeit für die Inventur in uns. Es ist Zeit, sich neu auszurichten und zu schauen: Worauf kann ich bauen, worauf vertrauen? Aber es ist auch Zeit, ehrlich zu sein und zu entdecken, wo wir uns selbst belügen und was wir im Leben ändern müssen, um wieder mit Leichtigkeit unseren Weg zu gehen.

Während im Sommer in der Natur 1000 Aspekte ablenken, bringt der Januar eine unvergleichliche Purheit. Die Luft ist so klar, die Morgende, vor allem die Sonnenaufgänge, sind nicht orange-süß, sondern tragen immer einen Blauton in sich, kühl, nachdenklich, wohl überlegt. Der Januar fordert uns auf, ganz pur mit uns selbst zu sein, er ist sozusagen unser Minimalismus-Monat. Es gibt nur wenig, was ablenkt, kaltes Wetter, eisiger Wind bringen uns an unsere Grenzen, wenn wir draußen sind, wir müssen es selbst schaffen uns zu wärmen.

Sternschnuppen

Doch niemals sind die Sterne so klar und schön wie im Januar. Zwar gibt es im August immer einen Sternschnuppenregen, aber dass es auch einen im Januar gibt, ist eher selten bekannt. Dabei muss man jetzt gar nicht so lange aufbleiben, um ihn zu sehen. Also ist der Januar auch die Zeit der Wünsche. Wonach sehnt sich dein Herz? Wie möchtest du dein Leben gestalten? Und was möchtest du verändern? Wo möchtest du neue Wege gehen? Das sind Fragen, die uns der Januar stellt.

Es ist eine Zeit, in dem wir uns Reinigen, vielleicht das Alte aus dem Haus und dem Herzen kehren, um Platz für neue Geister und Gäste zu schaffen. Insofern ist der Januar eine ideale Zeit für Reinigung und Segnungsrituale. Bei den Heiligen Drei Königen werden die Häuser mit Schutzzeichen versehen, warum nicht Ähnliches auch tun und den Schutzzauber um unsere Häuser erneuern?

Der Winterkönig

Der Januar ist dem Winterkönig geweiht. Sein Reich liegt in der Unterwelt, dort herrscht er und hütet das Feenreich. Er ist derjenige, der uns zu den tiefsten Winkeln in uns selbst führt, es ist jetzt die Zeit, dort hin zu blicken. Jetzt zeigen sich die Fesseln der Vergangenheit, die so schwer sind zu lösen, es treten fast vergessene Geheimnisse zutage ebenso wie unterdrückte Gefühle und verborgene Fähigkeiten. Der Januar ist der Monat, der zeigt, was tief in uns schlummert. Es ist wichtig, dass wir immer im Frieden sind mit dem, was sich nun zeigt und die Geschenke anerkennen, die jedes Erlebnis und jede Begegnung mit sich bringt – und sei es noch so schwer oder dramatisch gewesen.

Jetzt ist die Zeit, sich das Fundament für das kommende Jahr aufzubauen. Wo ist es stabil? Wo weist es Löcher auf? Wo brauche ich neue Strukturen?

Der Gott Janus

Seinen Namen hat der Januar übrigens vom Gott Janus. Das ist der mit den zwei Gesichtern. Er ist einer der ältesten römischen Göttern und ist der Hüter der Türen und Tore. Er ist der Gott des Neuanfangs, er öffnet das Neue und schließt das Alte, deswegen hat er auch zwei Köpfe. Nicht wegen der Zwietracht, sondern damit er beide Vorgänge besser im Blick hat.

Magische Daten im Januar:

  • Neujahr: Ein Tag, um zu Wünschen, um Bilanz zu ziehen, um zu träumen.
  • Die Raunächte dauern bis zum 6. Januar, eine hochmagische Zeit im Jahr.
  • Die Heiligen Drei Könige: Ein Tag, um Geschenke zu empfangen, zu segnen und sich des Lichtes zu besinnen, das wieder gekehrt ist. Es zu ehren und tief in sich zu finden.
  • Der Januar steht im Sonnenzeichen des Steinbocks: Hartnäckigekeit ist gefragt, ebenso wie Mitgefühl

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Kategorie Jahreszeiten

Das bin ich: Schamane und Heiler sind große Worte für Qualitäten, die jeder in sich trägt. Keines davon erscheint mir ein passender Begriff oder gar ein passendes Bild, denn eigentlich ist der Gedanke vermessen, dass man andere heilen kann. Was ich aber kann, ist dir Raum geben für deine Themen, dir passende Fragen stellen und Prozesse in Gang bringen. Das ist, was ich tue, egal, ob ich als Buchautorin, Kräuterfrau oder Tierheilpraktikerin arbeite oder einfach nur mit dir einen Tee trinke. Mehr über mich findet Ihr auf auf meinem Reiseblog www.indigo-blau.de

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