Stell dir vor…

Stell dir vor, dass alles, was du im Außen erlebst, auch in deinem Inneren zu finden ist. Dass alles, was du sehen kannst, nur deswegen für dich sichtbar ist, weil du eine Resonanz dazu entwickelst. Weil etwas in dir ist, was genau dort hinschauen möchte und dein Bewusstsein prägt. Vielleicht auch, weil etwas in Heilung gehen möchte oder sich befreien möchte.

Stell dir vor, das Außen wäre nur da, um dich zu lehren hinzuschauen – und zwar bei dir selbst anstatt über den Aufreger. Wie wäre der Gedanke, dass alles, was dir passiert, auch eine Ursache in dir trägt? Dass deine Umwelt dir ein Spiegel ist? Ein Spiegel, der dich ins Fühlen bringt. Nur mit dem Gefühl kannst du die Dinge wirklich verstehen, nicht mit dem Denken.

Triggern dich Politik, Mauscheleien oder das Hamsterrad der Arbeitswelt? Wie wäre es, wenn es zarte Hinweise deines Inneren sind, dass du sich möglicherweise nach anderem sehnst, als du lebst? Vielleicht ist die Wut, die fühlst, nur ein Wächter, eine Art Selbstschutz deines Denkens, die verhindern will, dass du ins Fühlen kommst.

Hinter der Wut stecken Enttäuschungen, Trauer. Wie wäre es, bei dir zu schauen, was die Dinge in dir machen, welche Sehnsüchte und Wünsche enttäuscht werden, anstatt die Wut auf eine Person oder etwas im Außen zu richten?

Stell dir vor, es triggert dich nur, weil du ähnliche Schatten hast, dich aber nicht traust, deiner eigenen Dunkelheit zu begegnen und in dein Herz zu finden.

Du klagst über Lügen und Mauscheleien, Mainstream und verlorene Meinungsfreiheit? Wo finden sich diese Sachen in dir? Wo belügst du andere oder gar dich selbst? Wo mauschelst und verschweigst du, anstatt mit der ganzen Wahrheit rauszurücken? Wo verletzt du andere, wenn du nicht ehrlich bist? Wo versteckst du dich, anstatt dich dem zu stellen, was kommen könnte, wenn du dich zeigst, mit all deinen Gefühlen, Verletzungen und Bedürfnissen?

Wieso stielt dir Politik deinen inneren Frieden? Folgst du irgendwo vielleicht wie ein Schaf dem vorgegebenen Weg, anstatt dich dem zu stellen, was leise und zart in die rebelliert? Wo flüchtest du dich in den Weg der Mitte, anstatt dem nachzugeben, was in deinem Inneren rebelliert? Und traust du dich nicht, dir das einzugestehen? Oder auch andersherum: Hast du selbst Angst, die Herde zu verlassen und brauchst eine Gruppe, um stark zu sein? Oder projizierst du Wut, die du eigentlich auf dich selbst spürst, auf Vorgänge, die du nicht ändern kannst, nur im dir Luft zu machen? Wo handelst du um der Strukturen und Konventionen willen, anstatt du dem zu stehen, was sich in dir sehnt?

Stell dir vor, es gäbe diese Analogien, und dein Leben will dir etwas zeigen.  Würdest du dann merken, wie du deine Zeit verschwendest, dich über Dinge aufzuregen, anstatt Dinge in dir zu ändern? Dein Licht anzuzünden, anstatt über die Dunkelheit zu klagen?

Stell dir vor, dass genau das, worüber du dich ärgerst, ein Geschenk für dich ist. Etwas, das dir hilft, dich selbst zu verstehen und zu erkennen. Etwas, das dich zart bittet, dich selbst anzuschauen. Etwas, was dir Motivation gibt, den ersten Schritt in ein neues Leben zu gehen, begleitet von dem besten Ratgeber – deinem Gefühl. Vielleicht geht es nicht um den Gegenstand der Wut, sondern darum, dich offener zu machen für dich selbst, Betäube dich nicht mit Beschäftigung im Außen. Schau hin, in diesen Spiegel. Er zeigt dir deine tiefsten Sehnsüchte.

 

Kategorie Spirituelle Lyrik

Vielleicht bin ich Schamanin. Auf jeden Fall aber bin ich Buchautorin, Heilerin, Tierheilpraktikerin, Fühlende und Naturverbundene. Ich bin dort, wo mein Ruf mich hinträgt und arbeite am liebsten mit dem Herz und den Kräften der Natur. Mehr darüber findet Ihr auf www.schamanen-garten.de und auf meinem blog www.indigo-blau.de

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