Holunder: Mystischer Baum mit Heilkraft

Holunderblüte, Heilwirkung,
Der Holunder war von jeher ein sehr mystischer Baum. Jetzt steht er in voller Blüte, berauscht unsere Sinne mit seinem Duft. Man sagt sogar, dass der Duft die Hormonproduktion des Menschen ankurbelt. Auf jeden Fall ist der Holunder kein Baum wie jeder andere, einst hat man sich sogar vor ihm verneigt aus Ehrerbietung.
Vor allem während der Mittsommernacht entfaltet der Holunder seine Gabe. Wer unter ihm Platz nimmt, der kann sich leichter mit den Anderswelten verbinden. Man sagt, hier befinde sich das Tor zur Unterwelt, aber unter dem Holunder fällt auch der Schleier zwischen den Welten und man könne Feen und Elfen sehen. Wer aber nicht so offen ist, den können Kopf- und Gliederschmerzen übermannen – so heißt es in alten Überlieferungen bei Wolf-Dieter Storl. Besonders zur Mittsommernacht bietet es sich an, den Holunder aufzusuchen, in sich zu kehren und die wichtigsten Fragen zu überdenken.

Nicht umsonst erinnert uns sein Name auch an Frau Holle, die Wächterin der Elfen und Feenwesen. Holle war seit jeher eine Göttin, bei den Germanen unter dem Namen Hel bekannt und oftmals als Schwarze Maria im Christentum verehrt. Sie ist diejenige, die aus der Dunkelheit Licht hervorbringt, die aus dem Tod neues Leben hervorbringt. Er ist somit auch der Baum, der uns mit unseren Ahnen verbindet – und übrigens findet der Holunder seinen Weg fast in jeden Garten. Er ist einfach ein Begleiter von uns Menschen.

Wenn der Holunder blüht, dann ist er fast reinweiß und leicht, er erinnert an Sterne. Seine Früchte hingegen sind schwarz und schwer und ihr Saft erinnert an Blut. Eben der Gegensatz zwischen Licht und Schatten, Weichheit und Stärke und Geburt und Tod. Übrigens würde man niemals Kinder in Holz aus Holunderwiegen betten, denn im Mittelalter und zuvor galt der Holunder auch als Bote des Todes. Das ist im Prinzip nichts Schlimmes, aber eben eine Energieform, mit der man nicht gerade frisches Leben konfrontieren wollte. Der Holunder hilftm sich in andere Welten zu versetzen, nichtumsonst hat auch Harry-Potters-Zauberstab Holunderholz in sich.

Seine um die Mittsommernacht geernteten und getrockneten Blüten, stärken als Tee nicht nur die Abwehr, sondern wirken auch schweißtreibend.

Die Beeren sind ein wahres Winterwunder, sie beeinflussen die Zellen positiv, stärken die Abwehrkräfte und bereiten ideal auf den Winter vor. Nicht umsonst kochte man früher im Herbst die „Fliederbeersuppe“. Hier gibt es übrigens wunderbare Rezepte mit Holunder.

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