Raunächte – Rituale für Eilige

Raunächte, Rituale für EiligeViel zu schnell vergeht sie immer, die Zeit bis zu den Raunächten. Es ist eine Zeit der Weihnachtshektik, der letzten Besorgungen und der Punktlandungen zu Heiligabend, dass man fast vergisst, sich auf die Raunächte vorzubereiten. So jedenfalls ging es mir dieses Jahr. Eigentlich wollte ich diese Tage viel bewusster genießen und zelebrieren – aber irgendwie sammelt sich gerade jetzt doch ganz viel Geselligkeit, Freundschaft und auch Arbeit hier an, dass ich eben nicht in meine kleine Einsiedelei gehen kann und mich in Ruhe den ganzen Tag lang sammeln. Ich habe Familie und arbeite in dieser Zeit, wenn auch gedrosselt, aber ich bin im Einsatz. Also steht Rückzug und Meditation wohl gerade für mich nicht an. Vielleicht ist es auch ein gutes Zeichen, dass es eben viel zu tun gibt, dass sich Menschen an mich wenden und mich um Hilfe und Rat bitten, denn genau das ist ja meine Arbeit. Und dass meine Familie gesellig mit mir zusammen ist, ist ja sowieso immer ein gutes Zeichen, Und möchte ich ohne Arbeit sein, ich meine ohne den Beruf, der mir wirklich am Herzen liegt, das schamananische Arbeiten? Nein. Und so habe ich mir dieses Jahr kleine Rituale geschaffen, um die Raunächte trotzdem nicht einfach so vergehen zu lassen.

  1. Ich träume bewusst – und weiß meistens auch nach dem Aufstehen noch, was ich geträumt habe. Das ist ja wichtig und wie ich in den vergangenen Jahren feststellen durfte, ist vieles tatsächlich eingetreten, was ich hier geträumt habe. Also besser aufschreiben und jemandem mitteilen.
  2. Ich nehme mir meine Zeit morgens um zu meditieren und mit klarem Geist den Tag zu beginnen.
  3. Ich verbringe jeden Tag mindestens einmal eine gute Zeit draußen, allein, im Zwiegespräch mit dem, was mich gerade beschäftigt
  4. Ich befasse mich bewusst mit den Themen der einzelnen Tage und stelle mir die Fragen: Wie will ich was 2017 umsetzen?
  5. Ich schreibe auf, was mich bewegt und was ich mir wünsche für den kommenden Monat.
  6. Ich versuche, ganz besonders liebevoll mit mir selbst zu sein, denn so habe ich eine große Chance, dieses auch während des kommenden Jahres zu sein.
  7. Ich spüre bewusst in mein Herz. Was tut sich da? Mit welchen Menschen verbindet es sich? Und welche Menschen möchte es gerade gar nicht sehen? Dem gehe ich nach und überlege, warum es so ist und was ich daraus für 2017 machen kann.

Selbst wenn man kaum Zeit hat, die Raunächte in Stille zu feiern. Diese kleinen Rituale helfen doch, diese zwölf Tage bewusst zu erleben. Vielleicht Euch ja auch.

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